Thursday, December 06, 2007

peking

so, es ist schon anderthalb tage her, seit ich im reich der mitte gelandet bin und bis jetzt hatte ich wenig zeit, mich um meinen blog zu kümmern. etwas frustrierend war zugleich, dass es nicht möglich war, zugang zu meinem blog zu bekommen oder mich in myspace einzulogen. das ganze eriinert dch in der hinsicht stark an den iran...
aber langsam, fangen wir mit dem flug an:

der flug mit SAS war extrem angenehm, ich hatte wie immer mir einen exit platz geben lassen, damit ich etwas beinfreiheit geniessen konnte. da die maschine aber realtiv leer war, hat mir die stewardess signalisiert, dass ich die vier sitze, die frei waren, zum schlafen benutzen könnte.
in windeseile verteilte ich meine sachen auf den sitzen, damit keiner auch auf die idee kam, sich dort bereit zu machen. es war eine gute entscheidung, denn nach dem ich mit zwei filmen drei stunden flugzeit überbrückt hatte, konnte ich etwa vier stunden schlafen. die übrigen 2 stunden gingen fürs frühstück und ausfüllen der vielen einresieformulare verloren.
der flughafen von peking ist ein ultra moderner stahlkoloss. es riecht wie in new delhi, ich kann das gar nicht beschreiben, aber es ist ein ganz bestimmer geruch, dem man immer wieder in asien begegnet und der ist nicht unangenehm.
ich hatte ein komplett anderes image von china. viel grauer und sozialistischer... aber sorry, wir müssen uns echt überall unsere eigenen eindrücke beschaffen. diese stadt ist absolut überwältigend. pünktlich zu den olympischen spielen ist es der KP gelungen, eine saubere stadt zu implementieren. überall stehen neue hochhäuser und werden im eiltempo neue dazu gebaut. dicke autos fahren rum, werbung westlicher produkte ist allgegenwärtig und die menschen machen vor allem eines nicht: trist und unterdrückt auszusehen, wie damals in der DDR etwa. natürlich überböicke ich die situation nach den paar tagen hier nicht komplett und es gibt sicher verlierer in dieser gesellschaft, aber gibt es die nicht auch bei uns?
man gewinnt auf jeden fall den eindruck, dass diese langsame öffnung wirklich viel besser funktioniert als die quasi über-nacht-öffnung des ostblocks. die chinesen sind nicht blöd und haben aus der geschichte der deutschen einheit gelernt.
hätte man sich damals mehr zeit gelassen, wären die ganzen ost-betriebe so schnell in den ruin getrieben worden, aus meiner sicht eine geplante aktion der west-industrie. soviel überblick haben die allemal, um zu wissen, was mit einer volkswirtschaft passiert, nach solchen aktionen.
zurück nach peking.
ich bin immer etwas überwätigt, wenn ich in länder reise, die mich immer fasziniert haben. auch hier liegt die jahrtausende alte kultur in der luft.
die menschen, die ich bisher kennengelernt habe, sind allesamt auf meiner wellenlänge. aber das ist relativ oft so, weil die gemeinsame liebe zu dieser universal einsetzbaren musik ganz bestimmte menschen anspricht.
am donnerstag abend war peter kruder von kruder & dorfmeister in einem club oder eher disco namens VICS und wir sind da hin. auch wenn der dj vor ihm äusserst kommerziell war, hat der kerl die sache mit seinem sound arschcool durchgezogen und viel spass gemacht. well done!
am zweiten tag fuhren wir zur chinesischen mauer. die ist etwa 6000 km lang und das ist auch nur der noch nicht entwendete teil... die haben früher einfach die steine geklaut, um häuser damit zu bauen. auch nett.
der anblick dieses weltwunders ist majestätisch. die bauzeit betrug etwa 500 jahre und selbst das ist eine meisterleistung, denn die mauer steht mitten in den bergen, rauf und runter. unglaublich, wie die das bewerkstelligt haben ohne modernste maschinen.
ich bin mit thomas, dem schwedischen clubbesuítzer, ein paar hundert meter die mauer hochgelaufen, bis meine knie dank der elenden steigung zu kapitulieren begannen. als er mir dann eröffnete, dass er an höhenangst leidet, ist mir die entscheidung wieder zum taxi zurück zu laufen sehr leicht gefallen. die haben überall lautsprecher installiert und es läuft eine ganz meditative flötenmusik. sehr schön und beruhigend. dort oben ist es etwa so kalt wie in berlin, so dass man nach dem anfänglichen schock und der nachfolgeneden entrüstung über STARBUCKS direkt an der mauer ganz froh ist, einen globaliserten latte machiatto zu bekommen.
sehr lustig war auch unsere begegnung mit den kandidatinnen des MISS WORLD wettbewerbs, die dort irgendeine PR-tour zu absolvieren hatten, von wegen kultur usw. allerdings standen die alle wie abgestellt und nicht abgeholt da. besonders lustig, dass die blondinen sich zusammengetan hatten und die chinesen in gruppen und mit offenem mund sie anglotzten. very nice!
der gig an sich im club white rabbit war sehr schön, ich konnte alles spielen, was ich wollte und die leute sind komplett ausgerastet. ich fand mich ehrlich gesagt nur mittelmässig und wunderte mich, was wohl passiert wäre, wenn ich einen richtig guten abend erwischt hätte.
das blöde an der reiserei als dj ist, dass man seine eindrücke selten mit jemandem teilen kann. ich hätte gerne nicole und minou dabei gehabt, nächstes mal mache ich das auch und bleibe einfach 2-3 wochen hier. es ist viel zu kurz sonst.

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