ich hoffe, ihr hattet alle ein frohes fest.
ich meinerseits hatte eins, mit der familie meiner freundin im schönen ostfriesland. noch während der bescherung nahm ich dann das auto von meinem freund helmut und gab mit seiner hilfe haarlem als zielort in die navi ein und ab gings. 370 km bis zum ziel.
die strassen waren entsprechend meiner erwartungen menschenleer und so konnte ich gelassen schnell richtung holland fahren. das navigationssystem war dabei eine grosse hilfe, die mich nur einmal fast in den gegenverkehr geleitet hat. allerdings in haarlem war es schluss mit lustig, denn dort kam die navi nicht mehr mit den strassen klar, selbst mit den hauptplätzen dieser relativ kleinen schönen stadt.
nach einigem rumkurven erkannte ich die kirche, die letztes mal vorm hotel stand. man kann dort nicht mit dem auto hin, wegen denkmalschutz und alle strassen sind um die kanäle rum einbahnstrassen. so lief ich ein paar hundert meter zum hotel, checkte ein und fragte nach, wo ich das auto unerbringen kann. es gibt in haarlem kaum parkplätze, aber dafür gebührenpflichtige parkhäuser. nach dem ich eine viertel stunde durch die gegend gekurvt bin, brachte ich das auto einer tiefgarage unter und verliess relativ orientierungslos das parkhaus. aber weihnachten sei dank leuteten die kirchenglocken jetzt und ich konnte meinen weg zurück zum hotel finden. danke jesus!
im steakhouse erregte ich alleinsitzend dann das mitleid aller anwesenden samt kellnern, die mich für ein einsames armes schwein helten... ;-) eine frau kam rüber und sagte erst auf holländisch und dann auf english, sie hoffe, dass ich nicht zu sehr leide, weil ich sooo alleine bin... hehehe... ich erklärte ihr, dass ich heute schwerste bescherungen bereits hinter mir hatte samt feiertagsessen und dass ich nur zum arbeiten da bin und so war zumindest sie erleichtert... aber ich fand das sehr sweet, muss ich sagen...
im hotel bestellte ich mir ein taxi zur lichtfabrik und fuhr gemeinsam mit einem angeheiterten türkischen psychologen zur veranstaltung. locker 3.000 - 4.000 tanzwütige holländer und ein paar bekannte aus früheren partys. das bemerkenswerte: um 4 uhr morgens war schluss!!!!! in berlin würden die den laden nicht ohne polizeieinsatz verlassen, ja wahrscheinlich anzünden aber die holländer kennen das wohl nicht anders. kurz vor 4 beschloss ich, mir das letzte freie taxi zu schnappen, denn der laden war immer noch rappelvoll.
am nächsten tag musste ich erst mal 40 minuten das bekackte parkhaus suchen und es war keine meinschenseele auf der strasse ud wenn ja, dann konnten die nicht englisch. am ende erwischte einen spaziergänger, der mich bis zum ziel begleitet hat, sehr sehr nett von ihm.
Wednesday, December 26, 2007
Monday, December 10, 2007
peking - berlin
am morgen des abflugtages bin ich mit thomas bei eisiger kälte und ohne kamera durch die verbotene stadt gehetzt und einen föüchtigen blick auf den platz des himmlischen friedens geworfen. mehr zeit stand uns leider nicht zu, weil ich noch ein paar souvenirs mitbringen wollte.
sehr lustig geht es in dem 4 stöckigen markt zu, wo man im prinzip alles kaufen kann. das besondere: der preis ist am anfang so gigantisch hoch, dass einem der atem wegbleibt. diese tatsache machen die sich dann zunutze, um einem das geld aus der tasche zu ziehen. beispiel meine gefälschten adidas schuhe sollten 250 € kosten... ;-) ich hab mich kaputt gelacht. allerdings war ich auch froh, dass thomas dabei war, der meinte, 10 € wären okay... dafür hab ich die auch dann bekommen. auch ein t-shirt sollte 100 € kosten, ein rucksack 300 € usw...am ende kosteten die alle zwischen 8-10 €...
nach einem kurzen mittagessen mit jang bing gin es zum flughafen und der rückflug sollte lang werden. im gegensatz zum hinflug waren 3 stunden vorm abflug nur noch restplätze verfügbar. am nebenschalter sah ich zwei deutsche stehen und da ich wusste, dass die jungs vom format b aus berlin auch in peking waren, hab ich die einfach angesprochen und siehe da, wir leben alle in berlin und lernen uns am pekinger flughafen kennen. sehr nett die jungs, machen auch wirklich momentan eine menge gute sachen, hut ab...
leider konnten wir nicht zusammen sitzen, teilten aber das gemeinsame schicksal, in der holzklasse fristen zu dürfen. bei der fluggesellschaft unterteilt man mittlerweile auch in economy und economy extra. als vegetarier empfehle ich allerdings eine vorbestellung, sonst muss man sich 9 stunden mit getrockneten apfelringen zufrieden geben.
ans schlafen war ja eh nicht zu denken, also habe ich mir einen klugen plan erstellt, damit ich die verschieden langen filme, die sich die ganze zeit wiederholen, schön hintereinander schauen konnte. in den sich ergebenden pausen hab ich dann immer in "der pate" reingeschaut, meinen alten wegbegleiter.
nach vier filmen ist man allerdings ganz schön platt und immer noch 2-3 stunden entfernt von kopenhagen. und wie ich diese anschlussflüge hasse nach langen flügen! am schlimmsten ist, wenn man über paris oder amsterdam fliegt. da sieht man immer berlin vorbeiziehen in der gewissheit, dass man die strecke 2 stunden später zurücklegen muss...
in kopenhagen angekommen, haben wir uns dann etwas über die chinesen und unsere erlebnisse unterhalten. bei der immigration wurde ein chinese genauer unter die lupe genommen und zur seite geholt. es gibt kaum was erniedrigenderes, ich kenne das aus eigener erfahrung. ich hasse grenzen. vor allem kommen die bösen jungs eh immer durch, weil sie die nötigen beziehungen haben. egal...
der flieger nach berlin war eine extrem kleine maschine, allerdings hatte ich den besten sitz im ganzen flieger, drekt neben einer hübschen dänin auch noch, die sich aber schnell als eine nervensäge geoutet hat. sie sass da mit einer bibel und hat mich auf diese nette subtile art zugelabert mit jesus und co. ich überlasse jedem seinen glauben, aber ich hasse missionare jeglicher art.
nach eine exkurs nach china landeten wir beim thema palästina und zu jedem thema hatten wir null gemeinsamkeiten. ich mag diese arrogante westliche moralnummer nicht, mit der sie länder wie indien und china geisseln. erstens haben diese ganzen länder ordentlich dreck am stecken und haben selbst ihr reichtum grösstenteils beutezügen und sklavenarbeit in er vergangenheit zu verdanken. zweitens sind sie auch heute hinten rum nutzniesser von den unwürdigen arbeitsverhältnissen vor ort.
als ich dieser marketingtante von MARS schockolade dies erzählte, kam sie damit, dass die engländer zumindest ihre eigene elute nicht schlecht behandeln würden... HALLLO????
da ist mir der kragen geplatzt und hab sie gefragt, ob sie weiss, wovon sie spricht?
in england herrscht noch lange keine gleichberechtigung. und selbst wenn, sind die wichser einfach in irak einmarschiert und haben halt arabs abgschlachtet. ich sehe das so. england ist für ganz viel misere auf diesem planeten verantwortlich und ich hoffe, dass die menschen nicht mehr so leicht auf diese maschen von denen reinfallen, denn wenn die engländer etwas anderes können als unruhe stiften, ist das sich gut zu verkaufen... sieht man ja selbst in unserem bereich, wo jeder minder bemittelte englische dj schon seit jahren durch die gegend fliegt und gutes geld verdient...
leider gottes ist es den deutschen magazinen nicht gelungen, ihre inhalte der welt auf englisch zu präsentieren, denn das it das problem, wie ich in vielen gesprächen mit meinem freund martin eyerer feststellen konnte.
sehr lustig geht es in dem 4 stöckigen markt zu, wo man im prinzip alles kaufen kann. das besondere: der preis ist am anfang so gigantisch hoch, dass einem der atem wegbleibt. diese tatsache machen die sich dann zunutze, um einem das geld aus der tasche zu ziehen. beispiel meine gefälschten adidas schuhe sollten 250 € kosten... ;-) ich hab mich kaputt gelacht. allerdings war ich auch froh, dass thomas dabei war, der meinte, 10 € wären okay... dafür hab ich die auch dann bekommen. auch ein t-shirt sollte 100 € kosten, ein rucksack 300 € usw...am ende kosteten die alle zwischen 8-10 €...
nach einem kurzen mittagessen mit jang bing gin es zum flughafen und der rückflug sollte lang werden. im gegensatz zum hinflug waren 3 stunden vorm abflug nur noch restplätze verfügbar. am nebenschalter sah ich zwei deutsche stehen und da ich wusste, dass die jungs vom format b aus berlin auch in peking waren, hab ich die einfach angesprochen und siehe da, wir leben alle in berlin und lernen uns am pekinger flughafen kennen. sehr nett die jungs, machen auch wirklich momentan eine menge gute sachen, hut ab...
leider konnten wir nicht zusammen sitzen, teilten aber das gemeinsame schicksal, in der holzklasse fristen zu dürfen. bei der fluggesellschaft unterteilt man mittlerweile auch in economy und economy extra. als vegetarier empfehle ich allerdings eine vorbestellung, sonst muss man sich 9 stunden mit getrockneten apfelringen zufrieden geben.
ans schlafen war ja eh nicht zu denken, also habe ich mir einen klugen plan erstellt, damit ich die verschieden langen filme, die sich die ganze zeit wiederholen, schön hintereinander schauen konnte. in den sich ergebenden pausen hab ich dann immer in "der pate" reingeschaut, meinen alten wegbegleiter.
nach vier filmen ist man allerdings ganz schön platt und immer noch 2-3 stunden entfernt von kopenhagen. und wie ich diese anschlussflüge hasse nach langen flügen! am schlimmsten ist, wenn man über paris oder amsterdam fliegt. da sieht man immer berlin vorbeiziehen in der gewissheit, dass man die strecke 2 stunden später zurücklegen muss...
in kopenhagen angekommen, haben wir uns dann etwas über die chinesen und unsere erlebnisse unterhalten. bei der immigration wurde ein chinese genauer unter die lupe genommen und zur seite geholt. es gibt kaum was erniedrigenderes, ich kenne das aus eigener erfahrung. ich hasse grenzen. vor allem kommen die bösen jungs eh immer durch, weil sie die nötigen beziehungen haben. egal...
der flieger nach berlin war eine extrem kleine maschine, allerdings hatte ich den besten sitz im ganzen flieger, drekt neben einer hübschen dänin auch noch, die sich aber schnell als eine nervensäge geoutet hat. sie sass da mit einer bibel und hat mich auf diese nette subtile art zugelabert mit jesus und co. ich überlasse jedem seinen glauben, aber ich hasse missionare jeglicher art.
nach eine exkurs nach china landeten wir beim thema palästina und zu jedem thema hatten wir null gemeinsamkeiten. ich mag diese arrogante westliche moralnummer nicht, mit der sie länder wie indien und china geisseln. erstens haben diese ganzen länder ordentlich dreck am stecken und haben selbst ihr reichtum grösstenteils beutezügen und sklavenarbeit in er vergangenheit zu verdanken. zweitens sind sie auch heute hinten rum nutzniesser von den unwürdigen arbeitsverhältnissen vor ort.
als ich dieser marketingtante von MARS schockolade dies erzählte, kam sie damit, dass die engländer zumindest ihre eigene elute nicht schlecht behandeln würden... HALLLO????
da ist mir der kragen geplatzt und hab sie gefragt, ob sie weiss, wovon sie spricht?
in england herrscht noch lange keine gleichberechtigung. und selbst wenn, sind die wichser einfach in irak einmarschiert und haben halt arabs abgschlachtet. ich sehe das so. england ist für ganz viel misere auf diesem planeten verantwortlich und ich hoffe, dass die menschen nicht mehr so leicht auf diese maschen von denen reinfallen, denn wenn die engländer etwas anderes können als unruhe stiften, ist das sich gut zu verkaufen... sieht man ja selbst in unserem bereich, wo jeder minder bemittelte englische dj schon seit jahren durch die gegend fliegt und gutes geld verdient...
leider gottes ist es den deutschen magazinen nicht gelungen, ihre inhalte der welt auf englisch zu präsentieren, denn das it das problem, wie ich in vielen gesprächen mit meinem freund martin eyerer feststellen konnte.
Thursday, December 06, 2007
guangzhou (ehemals canton)
ich hatte die veranstalter gebeten, dass ich direkt nach dem gig nach guangzhuo fliege, sonst hätte ich keine zeit gehabt, mir die stadt anzuschauen, zumindest ein bisschen.
so ging ich direkt nach dem gig (ich hätte von 1-3:30 spielen sollen und hab bis 6 sgepsielt, weil die das so wollten und mir das echt spass gemacht hat...) zum hotel, kurz geduscht und wieder zum flughafen. es lief alles geschmeidig und schon sass ich im flieger und konnte die drei stunden bis guangzhuo etwas entspannen. es gab wieder undefinierbares zeug zum essen, war aber sehr lecker... ich hoffe, es war nicht hund, denn da unten essen die wohl alles...
am flughafen wurde ich von einem lustigen typen namens simon abgholt. er sprach im gegenteil zu meinem pekinger begleiter fujen gut english, mit dem typisch liebenswerten akzent.
da ich während des fluges nicht richtig schlafen konnte, sind wir gleich zum hotel, wo ich mich 2 stunden hinlegen konnte, denn die stadt wollte ich bei tageslicht anschauen. hier in südchina ist es jetzt 25 grad und total angenehm, kaum abgase und die können kochen.
ein riesiger fluss durchquert quangzhuo, früher das tor zum china. jeder ausländer, der weiter rein wollte, musste hier ankommen. von hier aus haben die engländer auch ihren opiumkrieg angfangen. schweine. due sind für ganz viel elend auf diesem planeten verantwortlich.
überall stehen dicke hochhäuser aber auch traditionelle chinesische gebäude. entlang des flusses gibt es eine unglaublich reihe von clubs und bars, die wohl alle 7 tage die woche voll sind. hier geht was.
nach einem kurzen und auch nötigen schläfchen ging es also zum club, wo ich vorher schon meinen traktor scratch angeschlossen hatte, für alle, die nicht wissen, was das ist: traktor scratch ist ein digitales system zum auflegen, das von speziellen schallplatten (oder cds) gesteuert werden kann. digitale möglichkeiten, analoges feeling also.
im voraus war ich schon vorgewarnt worden, dass es sich um einen kommerzielleren club handelt, der nur zum geld verdienen dienen sollte.
als wir um 23:30 ankamen, war der laden schon voll mit chinesen, flaschenweise whisky über all. es war klar, hier geht es primär ums saufen, dementsprechend war die tanzfläche 3x4 m und das in einem 200 qm club... ;-)
als simon und ich so alleine mit einer flasche whisky am tisch standen, kam die eine betreuerin auf die glorreiche idee, für uns begleitung zu besorgen und kam mit 2 teens wieder... ich bin mir sicher, dass die eine 15-16 jahre jung war, falls das mal reicht... simon war erstaunt aber auch nicht abgeneigt. vorher am nachmittag meinte er zu mir, dass er schon 300-400 mädchen hatte. als ich ihn auf AIDS ansprach, meinte er allen ernstes, du musst nur aufpassen, dass die jung genug sind, 14-15 wäre sicher... tja, so läuft das in manchen gegenden...
schnell war klar, dass die beiden uns abfüllen sollten, denn sie begannen mit uns zu würfeln und der verlierer musste sein glas auf einmal leeren... gott sei dank hatte ich glück und die tante musste selber zwei mal ran und schon war ich dran mit auflegen...
erst dachte ich, dass die gleich in scharen den raum verlassen werden, weil ich bei weitem nicht so kommerziell auflegen kann und will, aber die haben mich eines besseren belehrt und am ende wurde sogar zu richtig zünftigem techno getanzt und gefeiert.
mit an dieser euphorie beteiligt waren auch eine gruppe italienische studenten, die sich aber leider sehr kolonialherrenmässig verhielten. die meisten ausländer, die ich da gesehen habe, wussten mit der gastfreundschaft der chinesen nicht richtig umzugehen und waren geradezu rüde... ich mag das nicht... das ganze ist auch in indien gang und gäbe und relativ eklig.
nach 2 stunden war ich dann fertig und hab mir die szenerie bei einem gläschen whisky cola reingezogen. die djs dort spielen gerne elektro house der billigeren variante, zum teil mit chinesischen vocals, was schon extrem ins lustige abdriftet. die leute fanden es aber doch gut.
auf dem weg ins hotel war ich dann in einem 7-11, wenn es mich nicht täuscht, eine amerikanische lebensmittelhandelkette, die um 3 uhr morgens noch auf hatte. ich liebe das. man holt sich noch was kleines zum knabbern und was zu trinken, einfach genial. als ich da rauskam, war simon etwas panikartig auf der strasse auf der suche nach mir. ich hatte ihm gesagt, dass ich jetzt ins hotel gehe, weil er noch eine begleiterin für die nacht suchte. sie hatte ihm aber einen korb verpasst und so gingen wir in unsere zimmer.
am nächsten morgen hat er mich dann zu einem restaurant geführt, wo es kantonesisches essen gab, das ich mein leben lang nicht vergessen werde.
die verschiedenen zutaten waren so fein abgestimmt, dass man sie alle einzeln schmecken konnte. es hatte was richtig sinnliches und jetzt erst weiss ich, was das sprichwort bedeutet: die liebe geht durch den magen...
apropos: neulich hab ich meine nichte shiva zum vietnamesen geführt und zuhause hat sie nebenbei bemerkt, dass sie bestimmt mal einen vietnamesen heiraten werde... ;-)
so ging ich direkt nach dem gig (ich hätte von 1-3:30 spielen sollen und hab bis 6 sgepsielt, weil die das so wollten und mir das echt spass gemacht hat...) zum hotel, kurz geduscht und wieder zum flughafen. es lief alles geschmeidig und schon sass ich im flieger und konnte die drei stunden bis guangzhuo etwas entspannen. es gab wieder undefinierbares zeug zum essen, war aber sehr lecker... ich hoffe, es war nicht hund, denn da unten essen die wohl alles...
am flughafen wurde ich von einem lustigen typen namens simon abgholt. er sprach im gegenteil zu meinem pekinger begleiter fujen gut english, mit dem typisch liebenswerten akzent.
da ich während des fluges nicht richtig schlafen konnte, sind wir gleich zum hotel, wo ich mich 2 stunden hinlegen konnte, denn die stadt wollte ich bei tageslicht anschauen. hier in südchina ist es jetzt 25 grad und total angenehm, kaum abgase und die können kochen.
ein riesiger fluss durchquert quangzhuo, früher das tor zum china. jeder ausländer, der weiter rein wollte, musste hier ankommen. von hier aus haben die engländer auch ihren opiumkrieg angfangen. schweine. due sind für ganz viel elend auf diesem planeten verantwortlich.
überall stehen dicke hochhäuser aber auch traditionelle chinesische gebäude. entlang des flusses gibt es eine unglaublich reihe von clubs und bars, die wohl alle 7 tage die woche voll sind. hier geht was.
nach einem kurzen und auch nötigen schläfchen ging es also zum club, wo ich vorher schon meinen traktor scratch angeschlossen hatte, für alle, die nicht wissen, was das ist: traktor scratch ist ein digitales system zum auflegen, das von speziellen schallplatten (oder cds) gesteuert werden kann. digitale möglichkeiten, analoges feeling also.
im voraus war ich schon vorgewarnt worden, dass es sich um einen kommerzielleren club handelt, der nur zum geld verdienen dienen sollte.
als wir um 23:30 ankamen, war der laden schon voll mit chinesen, flaschenweise whisky über all. es war klar, hier geht es primär ums saufen, dementsprechend war die tanzfläche 3x4 m und das in einem 200 qm club... ;-)
als simon und ich so alleine mit einer flasche whisky am tisch standen, kam die eine betreuerin auf die glorreiche idee, für uns begleitung zu besorgen und kam mit 2 teens wieder... ich bin mir sicher, dass die eine 15-16 jahre jung war, falls das mal reicht... simon war erstaunt aber auch nicht abgeneigt. vorher am nachmittag meinte er zu mir, dass er schon 300-400 mädchen hatte. als ich ihn auf AIDS ansprach, meinte er allen ernstes, du musst nur aufpassen, dass die jung genug sind, 14-15 wäre sicher... tja, so läuft das in manchen gegenden...
schnell war klar, dass die beiden uns abfüllen sollten, denn sie begannen mit uns zu würfeln und der verlierer musste sein glas auf einmal leeren... gott sei dank hatte ich glück und die tante musste selber zwei mal ran und schon war ich dran mit auflegen...
erst dachte ich, dass die gleich in scharen den raum verlassen werden, weil ich bei weitem nicht so kommerziell auflegen kann und will, aber die haben mich eines besseren belehrt und am ende wurde sogar zu richtig zünftigem techno getanzt und gefeiert.
mit an dieser euphorie beteiligt waren auch eine gruppe italienische studenten, die sich aber leider sehr kolonialherrenmässig verhielten. die meisten ausländer, die ich da gesehen habe, wussten mit der gastfreundschaft der chinesen nicht richtig umzugehen und waren geradezu rüde... ich mag das nicht... das ganze ist auch in indien gang und gäbe und relativ eklig.
nach 2 stunden war ich dann fertig und hab mir die szenerie bei einem gläschen whisky cola reingezogen. die djs dort spielen gerne elektro house der billigeren variante, zum teil mit chinesischen vocals, was schon extrem ins lustige abdriftet. die leute fanden es aber doch gut.
auf dem weg ins hotel war ich dann in einem 7-11, wenn es mich nicht täuscht, eine amerikanische lebensmittelhandelkette, die um 3 uhr morgens noch auf hatte. ich liebe das. man holt sich noch was kleines zum knabbern und was zu trinken, einfach genial. als ich da rauskam, war simon etwas panikartig auf der strasse auf der suche nach mir. ich hatte ihm gesagt, dass ich jetzt ins hotel gehe, weil er noch eine begleiterin für die nacht suchte. sie hatte ihm aber einen korb verpasst und so gingen wir in unsere zimmer.
am nächsten morgen hat er mich dann zu einem restaurant geführt, wo es kantonesisches essen gab, das ich mein leben lang nicht vergessen werde.
die verschiedenen zutaten waren so fein abgestimmt, dass man sie alle einzeln schmecken konnte. es hatte was richtig sinnliches und jetzt erst weiss ich, was das sprichwort bedeutet: die liebe geht durch den magen...
apropos: neulich hab ich meine nichte shiva zum vietnamesen geführt und zuhause hat sie nebenbei bemerkt, dass sie bestimmt mal einen vietnamesen heiraten werde... ;-)
peking
so, es ist schon anderthalb tage her, seit ich im reich der mitte gelandet bin und bis jetzt hatte ich wenig zeit, mich um meinen blog zu kümmern. etwas frustrierend war zugleich, dass es nicht möglich war, zugang zu meinem blog zu bekommen oder mich in myspace einzulogen. das ganze eriinert dch in der hinsicht stark an den iran...
aber langsam, fangen wir mit dem flug an:
der flug mit SAS war extrem angenehm, ich hatte wie immer mir einen exit platz geben lassen, damit ich etwas beinfreiheit geniessen konnte. da die maschine aber realtiv leer war, hat mir die stewardess signalisiert, dass ich die vier sitze, die frei waren, zum schlafen benutzen könnte.
in windeseile verteilte ich meine sachen auf den sitzen, damit keiner auch auf die idee kam, sich dort bereit zu machen. es war eine gute entscheidung, denn nach dem ich mit zwei filmen drei stunden flugzeit überbrückt hatte, konnte ich etwa vier stunden schlafen. die übrigen 2 stunden gingen fürs frühstück und ausfüllen der vielen einresieformulare verloren.
der flughafen von peking ist ein ultra moderner stahlkoloss. es riecht wie in new delhi, ich kann das gar nicht beschreiben, aber es ist ein ganz bestimmer geruch, dem man immer wieder in asien begegnet und der ist nicht unangenehm.
ich hatte ein komplett anderes image von china. viel grauer und sozialistischer... aber sorry, wir müssen uns echt überall unsere eigenen eindrücke beschaffen. diese stadt ist absolut überwältigend. pünktlich zu den olympischen spielen ist es der KP gelungen, eine saubere stadt zu implementieren. überall stehen neue hochhäuser und werden im eiltempo neue dazu gebaut. dicke autos fahren rum, werbung westlicher produkte ist allgegenwärtig und die menschen machen vor allem eines nicht: trist und unterdrückt auszusehen, wie damals in der DDR etwa. natürlich überböicke ich die situation nach den paar tagen hier nicht komplett und es gibt sicher verlierer in dieser gesellschaft, aber gibt es die nicht auch bei uns?
man gewinnt auf jeden fall den eindruck, dass diese langsame öffnung wirklich viel besser funktioniert als die quasi über-nacht-öffnung des ostblocks. die chinesen sind nicht blöd und haben aus der geschichte der deutschen einheit gelernt.
hätte man sich damals mehr zeit gelassen, wären die ganzen ost-betriebe so schnell in den ruin getrieben worden, aus meiner sicht eine geplante aktion der west-industrie. soviel überblick haben die allemal, um zu wissen, was mit einer volkswirtschaft passiert, nach solchen aktionen.
zurück nach peking.
ich bin immer etwas überwätigt, wenn ich in länder reise, die mich immer fasziniert haben. auch hier liegt die jahrtausende alte kultur in der luft.
die menschen, die ich bisher kennengelernt habe, sind allesamt auf meiner wellenlänge. aber das ist relativ oft so, weil die gemeinsame liebe zu dieser universal einsetzbaren musik ganz bestimmte menschen anspricht.
am donnerstag abend war peter kruder von kruder & dorfmeister in einem club oder eher disco namens VICS und wir sind da hin. auch wenn der dj vor ihm äusserst kommerziell war, hat der kerl die sache mit seinem sound arschcool durchgezogen und viel spass gemacht. well done!
am zweiten tag fuhren wir zur chinesischen mauer. die ist etwa 6000 km lang und das ist auch nur der noch nicht entwendete teil... die haben früher einfach die steine geklaut, um häuser damit zu bauen. auch nett.
der anblick dieses weltwunders ist majestätisch. die bauzeit betrug etwa 500 jahre und selbst das ist eine meisterleistung, denn die mauer steht mitten in den bergen, rauf und runter. unglaublich, wie die das bewerkstelligt haben ohne modernste maschinen.
ich bin mit thomas, dem schwedischen clubbesuítzer, ein paar hundert meter die mauer hochgelaufen, bis meine knie dank der elenden steigung zu kapitulieren begannen. als er mir dann eröffnete, dass er an höhenangst leidet, ist mir die entscheidung wieder zum taxi zurück zu laufen sehr leicht gefallen. die haben überall lautsprecher installiert und es läuft eine ganz meditative flötenmusik. sehr schön und beruhigend. dort oben ist es etwa so kalt wie in berlin, so dass man nach dem anfänglichen schock und der nachfolgeneden entrüstung über STARBUCKS direkt an der mauer ganz froh ist, einen globaliserten latte machiatto zu bekommen.
sehr lustig war auch unsere begegnung mit den kandidatinnen des MISS WORLD wettbewerbs, die dort irgendeine PR-tour zu absolvieren hatten, von wegen kultur usw. allerdings standen die alle wie abgestellt und nicht abgeholt da. besonders lustig, dass die blondinen sich zusammengetan hatten und die chinesen in gruppen und mit offenem mund sie anglotzten. very nice!
der gig an sich im club white rabbit war sehr schön, ich konnte alles spielen, was ich wollte und die leute sind komplett ausgerastet. ich fand mich ehrlich gesagt nur mittelmässig und wunderte mich, was wohl passiert wäre, wenn ich einen richtig guten abend erwischt hätte.
das blöde an der reiserei als dj ist, dass man seine eindrücke selten mit jemandem teilen kann. ich hätte gerne nicole und minou dabei gehabt, nächstes mal mache ich das auch und bleibe einfach 2-3 wochen hier. es ist viel zu kurz sonst.
aber langsam, fangen wir mit dem flug an:
der flug mit SAS war extrem angenehm, ich hatte wie immer mir einen exit platz geben lassen, damit ich etwas beinfreiheit geniessen konnte. da die maschine aber realtiv leer war, hat mir die stewardess signalisiert, dass ich die vier sitze, die frei waren, zum schlafen benutzen könnte.
in windeseile verteilte ich meine sachen auf den sitzen, damit keiner auch auf die idee kam, sich dort bereit zu machen. es war eine gute entscheidung, denn nach dem ich mit zwei filmen drei stunden flugzeit überbrückt hatte, konnte ich etwa vier stunden schlafen. die übrigen 2 stunden gingen fürs frühstück und ausfüllen der vielen einresieformulare verloren.
der flughafen von peking ist ein ultra moderner stahlkoloss. es riecht wie in new delhi, ich kann das gar nicht beschreiben, aber es ist ein ganz bestimmer geruch, dem man immer wieder in asien begegnet und der ist nicht unangenehm.
ich hatte ein komplett anderes image von china. viel grauer und sozialistischer... aber sorry, wir müssen uns echt überall unsere eigenen eindrücke beschaffen. diese stadt ist absolut überwältigend. pünktlich zu den olympischen spielen ist es der KP gelungen, eine saubere stadt zu implementieren. überall stehen neue hochhäuser und werden im eiltempo neue dazu gebaut. dicke autos fahren rum, werbung westlicher produkte ist allgegenwärtig und die menschen machen vor allem eines nicht: trist und unterdrückt auszusehen, wie damals in der DDR etwa. natürlich überböicke ich die situation nach den paar tagen hier nicht komplett und es gibt sicher verlierer in dieser gesellschaft, aber gibt es die nicht auch bei uns?
man gewinnt auf jeden fall den eindruck, dass diese langsame öffnung wirklich viel besser funktioniert als die quasi über-nacht-öffnung des ostblocks. die chinesen sind nicht blöd und haben aus der geschichte der deutschen einheit gelernt.
hätte man sich damals mehr zeit gelassen, wären die ganzen ost-betriebe so schnell in den ruin getrieben worden, aus meiner sicht eine geplante aktion der west-industrie. soviel überblick haben die allemal, um zu wissen, was mit einer volkswirtschaft passiert, nach solchen aktionen.
zurück nach peking.
ich bin immer etwas überwätigt, wenn ich in länder reise, die mich immer fasziniert haben. auch hier liegt die jahrtausende alte kultur in der luft.
die menschen, die ich bisher kennengelernt habe, sind allesamt auf meiner wellenlänge. aber das ist relativ oft so, weil die gemeinsame liebe zu dieser universal einsetzbaren musik ganz bestimmte menschen anspricht.
am donnerstag abend war peter kruder von kruder & dorfmeister in einem club oder eher disco namens VICS und wir sind da hin. auch wenn der dj vor ihm äusserst kommerziell war, hat der kerl die sache mit seinem sound arschcool durchgezogen und viel spass gemacht. well done!
am zweiten tag fuhren wir zur chinesischen mauer. die ist etwa 6000 km lang und das ist auch nur der noch nicht entwendete teil... die haben früher einfach die steine geklaut, um häuser damit zu bauen. auch nett.
der anblick dieses weltwunders ist majestätisch. die bauzeit betrug etwa 500 jahre und selbst das ist eine meisterleistung, denn die mauer steht mitten in den bergen, rauf und runter. unglaublich, wie die das bewerkstelligt haben ohne modernste maschinen.
ich bin mit thomas, dem schwedischen clubbesuítzer, ein paar hundert meter die mauer hochgelaufen, bis meine knie dank der elenden steigung zu kapitulieren begannen. als er mir dann eröffnete, dass er an höhenangst leidet, ist mir die entscheidung wieder zum taxi zurück zu laufen sehr leicht gefallen. die haben überall lautsprecher installiert und es läuft eine ganz meditative flötenmusik. sehr schön und beruhigend. dort oben ist es etwa so kalt wie in berlin, so dass man nach dem anfänglichen schock und der nachfolgeneden entrüstung über STARBUCKS direkt an der mauer ganz froh ist, einen globaliserten latte machiatto zu bekommen.
sehr lustig war auch unsere begegnung mit den kandidatinnen des MISS WORLD wettbewerbs, die dort irgendeine PR-tour zu absolvieren hatten, von wegen kultur usw. allerdings standen die alle wie abgestellt und nicht abgeholt da. besonders lustig, dass die blondinen sich zusammengetan hatten und die chinesen in gruppen und mit offenem mund sie anglotzten. very nice!
der gig an sich im club white rabbit war sehr schön, ich konnte alles spielen, was ich wollte und die leute sind komplett ausgerastet. ich fand mich ehrlich gesagt nur mittelmässig und wunderte mich, was wohl passiert wäre, wenn ich einen richtig guten abend erwischt hätte.
das blöde an der reiserei als dj ist, dass man seine eindrücke selten mit jemandem teilen kann. ich hätte gerne nicole und minou dabei gehabt, nächstes mal mache ich das auch und bleibe einfach 2-3 wochen hier. es ist viel zu kurz sonst.
kopenhagen
ich bin also rein in die stadt, wie bereits angedroht. es war alles nicht so einfach, denn die typen hier habennoch dänische kronen... alles ist schweineteuer und der nächste, der mir erzählt, dass die lokführer in dänemark doppelt soviel verdienen wie in deutschland, den lache ich erstmal aus... das doppelte wird nämlich dem armen schwein nicht reichen vermutlich.
drei stationen in die stadt kosten 4 euro, ein normaler kebab-teller 15 euro!!!
was man den dänen nicht nachsagen kann, ist dass sie hinterher sind mit dem drahtlosen internet. alle züge scheinen online zu sein. ch bin mir nicht sicher aber ich glaube, die wollen von dem potthässlichen design der züge ablenken. wer auf seinen bildschirm starrt, nimmt die umgebung nicht (komplett) wahr.
an den ampeln ist wie im iran ein timer, der die übrige wartezeit anzeigt. die dänen tun das auch für die fußgänger. allerdings emfehle ich, nicht direkt in die neuen LED-ampeln reinzuschauen, die sehr sehr scharf leuchten.
so bin ich also vom hauptbahnhof durch den nieselregen am weltberühmten tivoli vorbei, wo sie eintritt verlangten und bin ziellos durch die gegend geeiert. es war schon dunkel, so dass meine schwester recht behalten sollte, die meinte, was ich da in der stadt suchen würde, es würde doch bestimmt so aussehen wie überall in mitteleuropa... nass - kalt - anonym - burger king - zurück zum bahnhof.
was ich mir allerdings nicht nehmen liess, war der obligatorische danish hot dog, so wie die den hier essen, zu mir zu nehmen. ich muss irgednwie überall etwas eiheimisches essen. das hilft mir ungemein, mich später an die situation zu erinnern.
so, diesen text werde ich wohl oder übel in peking reinstellen können, hier am flughafen verlangen die, wie auch sonst überall, viel kohle für das internet.
hoffentlich kann ich n paar stunden im flieger schlafen...
drei stationen in die stadt kosten 4 euro, ein normaler kebab-teller 15 euro!!!
was man den dänen nicht nachsagen kann, ist dass sie hinterher sind mit dem drahtlosen internet. alle züge scheinen online zu sein. ch bin mir nicht sicher aber ich glaube, die wollen von dem potthässlichen design der züge ablenken. wer auf seinen bildschirm starrt, nimmt die umgebung nicht (komplett) wahr.
an den ampeln ist wie im iran ein timer, der die übrige wartezeit anzeigt. die dänen tun das auch für die fußgänger. allerdings emfehle ich, nicht direkt in die neuen LED-ampeln reinzuschauen, die sehr sehr scharf leuchten.
so bin ich also vom hauptbahnhof durch den nieselregen am weltberühmten tivoli vorbei, wo sie eintritt verlangten und bin ziellos durch die gegend geeiert. es war schon dunkel, so dass meine schwester recht behalten sollte, die meinte, was ich da in der stadt suchen würde, es würde doch bestimmt so aussehen wie überall in mitteleuropa... nass - kalt - anonym - burger king - zurück zum bahnhof.
was ich mir allerdings nicht nehmen liess, war der obligatorische danish hot dog, so wie die den hier essen, zu mir zu nehmen. ich muss irgednwie überall etwas eiheimisches essen. das hilft mir ungemein, mich später an die situation zu erinnern.
so, diesen text werde ich wohl oder übel in peking reinstellen können, hier am flughafen verlangen die, wie auch sonst überall, viel kohle für das internet.
hoffentlich kann ich n paar stunden im flieger schlafen...
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