Sunday, October 28, 2007

back home

die letzten tage in teheran waren trotz aller freude etwas überschattet von der vergänglichkeit der zeit. die zwei wochen vergingen wie im nu und plötzlich mussten wir schon wieder packen. besonders minou würde ihnen fehlen, die sich nach anfänglichem fremdeln ihnen voll und ganz geöffnet hatte. nicole und ich sind der meinung, daß sie einen gewaltigen schritt in ihrer entwicklung getan hat während dieser reise. es ist wie ein wunder, wenn babys sich zu kindern mit ihren ganz eigenen & bewußten bedürfnissen weiterentwickeln.
nicole hat die reise besser gefallen, als meine familie und ich uns das gedacht hätten... sie ist schon fast eine halbe perserin... etwas voreilig spracj sie davon, daß wir doch auch im iran leben könnten, ja sollten... aber ferien bei der familie und leben im iran sind zwei paar schuhe. sie wurde quasi abgeschirmt von dem harten alltag. nicht dass es nicht gehen würde, aber es ist nicht so harmonisch und einfach, wie es scheint... der verkehr, der einem jetzt noch ein staunendes lächeln abringt, würde zum alptraum werden und die meinungsfreiheit ist quasi nicht existent. wie in der DDR lauert überall verrat. für die iraner ist das normal aber selbst ich hätte da meine schwierigkeiten, im richtigen moment die klappe zu halten, geschweige denn nicole...
anyway, pünktlich zu unserer abreise kühlte die luft gewaltig ab und es gab sturm. am abend spielten die kinder etwas verrpückt, nader schlief mit der fernbedienung in der hand vor der glotze ein. das macht er wohl immer, um sich das verabschieden zu sparen. und nima war bis zum letztmöglichen moment bei uns, um beleidigt und ohne tschüss zu sagen abzuschwirren. sehr rührend, immer wieder... wir haben etwas übung darin aber ür nicole, ohnehin nahe am wasser gebaut, war das alles zuviel und so floss die eine oder andere träne.
gott sei dank konnte ich die bande davon abhalten, uns zum flughafen zu begleiten, denn das ist meistens sehr traurig. man muss sich eh sofort in den trubel stürzen und es ist besonders schmerzhaft für den, der dann zurückbleibt und den schweren heimweg alleine beschreiten muss. es lief eh alles relativ geschmeidig, außer dass die tschador-tussi bei der ausreise mir gesagt hat, dass nicole nicht nochmal ein visum bekommt und gefälligst den iranischen pass beantragen soll. normalerweise nicht tragisch, aber die botschaft in berlin stellt sich quer... naja, die schulden mir eh einen gefallen, wie aufmerksame blog-begleiter das ja wissen.
der rückflug war sehr entspannt, einen riesen dank an meine süsse minou, die sich mehr und mehr zu einer super mitreisednen hochschaukelt. sie hat ohne protest akzeptiert, dass sie um hab fünf uhr früh aus dem bett in ein taxi und zum flughafen geschleppt wird und während des fluges glatte drei stunden geschlafen. die restliche zeit bis hamburg waren wir dann mit essen und landeanflug beschäftigt. auch die zugfahrt ging sehr schnell vorbei, dank einer deutschen, die wirklich gut persisch sprach und saeed, der auch gerade aus teheran kam.... hatte was von einer klassenfahrt und federte die harte landung im kalten berlin ab.
ganz am ende im taxi konnte minou dann nicht mehr, aber hey, das ist ja wohl mehr als verständlich...

No comments: