Thursday, July 28, 2005

das gute an teheran

Das gute an unserem teil von tehran ist, dass trotz der hohen temperaturen staendig eine angenehme brise
Weht und so das ganze relativ ertraeglich macht. Man muss sich das ganze so vorstellen: Tehran (1100 m) ist am fusse der elbrusgebirgskette und voller huegel und taeler. Man kann praktisch von ueberall die majestaetischen berge betrachten, die je nach smoglage naeher oder weiter erscheinen. Im fruehling, wenn es viel regent, sind sie
Zum greifen nah, im sommer durch die abgase eine schemenhafte sillouette und im winter z.T komplett eingeschneit. Unsere "mahal-le" oder auf gut deutsch kiez liegt in einem der taeler, wo vier strassen muenden. Die kraeftige steigung ist fuer schwach motorisierte autos eine tortur, nur um eine idée davon zu bekommen…
Unten im tal ist eine parkanlage, die angeblich ihresgleichen sucht in der stadt und tatsaechlich habe ich bisher selber auch kaum solch einen ort zu gesicht bekommen. Hohe baeume lassen praktisch kein licht und somit auch keine hitze durch und wenn man von oben nach unten faehrt, aendert sich die temperatur um mindesten 5-6 grad… mein grossvater war als kiezaeltester massgeblich an der entstehung dieses parks beteiligt und er wars auch, der die aelteren jungs auf der strasse praktisch gezwungen hat, mit seinem 7 jaehrigen enkel fussball zu spielen… kann mich noch genau erinnern, begeistert sahen die alle nicht aus… hahaha…

Hier haenge ich also die meiste zeit ab...

Gestern bin ich mit der nichte von meinem schwager, fereshte, zu einem buchladen gefahren, wo sie seit einem jahr arbeitet. Auf dem weg dorthin sind wir am palestina-platz vorbei. Was dort entsteht, hat mich doch etwas aus den socken gehauen. Die bauen dort tatsaechlich einen nachbau von der al aksa mosche in Jerusalem, wo sich seit jahren die Moslems, die juden und soweit ich mich erinnere sogar die christen drum kloppen, wem das ding nun eigentlich gehoert…

im buchladen sah ich als erstes Clintons memoiren auf farsi (persisch, nicht zu verwechseln mit arabisch, bitte!!!). Auf meine frage nach hillarys buch zauberte fereshte sofort ein exemplar hervor…sehr lustig auch dalai lamas memoiren auf persisch… an der musiktheke hab ich mir dann von einer sehr geduldigen mitarbeiterin von fereshte
alles moegliche vorspielen lassen, ehrlich gesagt auf der suche nach geeignetem material zum samplen… waehrend wir so uns das ganze anhoerten, machte ich eine reise quer durch meine heimat, ohne auch nur einen schritt zu tun (traveling without moving, wie jamiroquai einen seiner schoensten trax getauft hat). Ein sehr schoenes bilderband ermoeglichte mir diese reise, die ich sehr genoss und gerne mal wirklich
durchleben wuerde… das problem diesmal ist, dass es schlicht und ergreifend zu heiss ist, um in die wirklich sehenswuerdigen ecken zu reisen. Iran besteht naemlich zu 75% aus verschienedenen wuesten und die sind bekanntlich sehr unfreundlich im sommer… deshalb ist schon die naechste reise in planung, am liebsten mit meiner besseren haelfte, um das persische neujahr rum… ende maerz, anfang april also…

hab ein paar bilder gemacht und die werde ich zurueck in berlin hochladen, hier hat das alles keinen sinn, es ist so dermassen langsam, dass ich einfach keine lust hab, solange zu warten…

2 comments:

Anonymous said...

....man toro kheily, kheily dust daram!!!!!!

bus....

nounou

namito said...

man ham TO ro kheily, kheily dust daram...

khoshgele man!!!

hezar bus...

nam